3:0 Sieg gegen Fussach

Normalerweise trägt der FC Lustenau 1907 seine Heimspiele am Samstagnachmittag aus, an diesem Spieltag durften die Spieler am Sonntagvormittag ran. Bei schönem aber stürmischen Wetter gastierte der SC Fussach im Holz.

Stürmisch sollte es auch gleich von Beginn an zur Sache gehen. Nach gefühlten 60 Sekunden sprintete Simon Grabherr allein auf den Fussacher Torhüter zu und wurde mit einem rüden Foul von hinten zu Fall gebracht. Schiedsrichter Bode musste nicht lange überlegen und schickte nach rund einer Minute den Übeltäter mit Rot vom Feld. Die Strafe aus Sicht der Fussacher wäre beinahe noch höher ausgefallen, da der darauffolgende Freistoß von Harun Erbek an die Stange prallte. Riesen Glück für die Gäste aus Fussach.

Die Fussacher mussten sich erstmal neu orientieren und die frühe rote Karte verdauen. Dies gelang ihnen äußerst gut und schnell. Auf der anderen Seite wollten die Blau-Weißen möglichst schnelles Kapital aufgrund der veränderten Spielsituation schlagen und avancierten mehrere Angriffe. Der Kasten von Torhüter Hepp blieb vorerst sauber. Wie zuvor kurz erwähnt gelang es aber auch den Gästen Offensivaktionen auszuführen und tauchten ab und an im Strafraum des FCL auf. Die größte Chance ereignete sich nach rund zwanzig Minuten, als FCL-Keeper Küng eine Doppelchance vereiteln musste. Bei dieser Szene hätten die Gäste gut und gerne in Führung gehen können.

Die vergebene Chance sollte sich nur wenige Minuten später noch rächen. Der Ball landete nach einem Angriff über die linke Seite bei Simon Grabherr, der mit drei Fussacher-Abwehrspieler Katz und Maus spielte und obendrein den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen hämmerte. Tolles Tor zum 1:0 für den FC Lustenau 1907. Trainer Hagspiel und sein Stuff versuchte nun noch mehr Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen und forderte weitere Offensivaktionen seiner Truppe. Man wollte nichts dem Zufall überlassen und gleichzeitig die Führung weiter ausbauen. Dieses Vorhaben wankte in der 36. Minute gewaltig, als ein Abschlag von Küng in den Füßen eines Fussachers landete und dieser via Volleyschuss das leere Tor zu treffen versuchte. Der Ball schoß knapp am Tor vorbei. Aufatmen bei allen FCL-Anhängern.

Vor der Pause nahm die Partie nochmal gehörig Fahrt auf und die Fussacher ließen einfach nicht locker. Sturmtank Bartolini schlenzte das Leder in der 41. Minute knapp am Kasten vorbei. Aber auch die Hausherren hatten vor der Pause noch zwei nennenswerte Szenen. Zum einen hätte sich der sehr auffällige Linus Hämmerle in die Torschützenliste eingetragen und zum anderen knallte Erbek einen Schuss erneut an den Pfosten. Wenige Augenblicke später endete eine interessante und trotz Unterzahl eine schnelllebige erste Halbzeit.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff hätte es auf Seiten des FCL klingeln müssen. Leider konnte Linus Hämmerle seine gute Leistung nach wie vor nicht mit einem Tor krönen. Gleichzeitig blieben die Gäste weiterhin im Spiel. Die Blau-Weißen waren bestrebt das wichtige zweite Tor zu erzielen, um eine kleine Vorentscheidung zu erzielen. Die Gedanken an das Höchster-Heimspiel waren noch sehr präsent. Dies sollte sich keinesfalls wiederholen. In der 54. Minute kam dann die Erleichterung für alle FCL-Fans. Einen hervorragend vorgetragenen Angriff vollendete Kapitän Erbek mit einem satten Schuss ins obere Eck. Keine Chance für den Fussacher-Torhüter. 2:0 für den FCL! Kurze Zeit später wäre beinahe das 3:0 gefallen. Der dritte Stangenschuss der Partie verhinderte das nächste Tor. In der 67. und altehrwürdigen FCL-Minute köpfte Alin Mutu nach einem Eckball zum 3:0 ein. Der Jubel war riesengroß.

Nach dem Treffer flachte die Partie spürbar ab und es gab nur mehr wenige Torszenen. Kurz vor Ende der Partie kamen die Gäste auch noch einmal Richtung FCL-Tor und hatten erst spät in der zweiten Halbzeit den ersten Abschluss. Dennoch muss man den Gästen Respekt zollen, denn sie hatten sich trotz der extrem frühen roten Karte nie aufgegeben, waren aber teilweise übermotiviert in den Zweikämpfen. Nach einem dieser Zweikämpfe musste Asiu das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen. Nach diesem Dämpfer und nach rund 90 Minuten pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Ganz wichtige drei Punkte.

%d Bloggern gefällt das: