Altach eine Nummer zu groß

Die Zuschauer durften sich im Vorfeld auf eine äußerst spannende Vorarlbergliga-Partie freuen, denn
am Sonntagnachmittag standen sich in der Cashpoint Arena die Altach Juniors und der Traditionsklub FC Lustenau 1907 gegenüber. Gleichzeitig war es auch das Duell der mit Abstand besten Offensive der Liga (Altach) und der stärksten Defensive (FCL). Wer also behielt die Überhand?
Die Gäste aus Lustenau erwischten einen optimalen Start in die Partie und das obwohl die Juniors aus
Altach mit zahlreichen Profikaderspieler gespickt waren.

Keine vier Minuten war das Spiel alt, als Simon Grabherr die Gästeführung erzielte. Nach einem Rückpass auf Torhüter Odehnal wurde dieser derart unter Druck gesetzt, dass sein Abschlag zu spät kam und der Ball vom Fuß ins Tor kullerte. Ein Start den man sich als defensiv gestärkte Mannschaft nicht besser vorstellen hätte können.

Das Heimteam musste sich nach dem frühen Gegentor etwas fangen, tat dies aber relativ schnell und
schaltete immer wieder in die Offensive um. Nicht umsonst hat das Team von Trainer Cetin Batir
über 58 Tore in nur 17 Ligaspielen erzielt. In der 17. Minute gelang Stefel der 59. Treffer seiner
Mannschaft und gleichzeitig der 1:1 Ausgleichstreffer. Sein Freistoß an der Strafraumkante wurde
unhaltbar für FCL-Torhüter Küng abgefälscht. Der Ausgleichstreffer schien eine Art Initialzündung für
den Offensivmotor der Hausherren gewesen zu sein.

In Folge kamen die Rheindörfler immer besser ins Spiel und ließen den Ball gekonnt zirkulieren. Die Blau-Weißen aus Lustenau mussten kämpfen und hatten immer mehr Mühe mit dem aufkommenden Tempo. In der 32. Minute stand Stefel optimal und erzielte seinen zweiten Treffer und drehte den Spielstand in eine Führung.

Nun folgten ganz üble zehn Minuten aus Sicht des FCL. Bis zur 43. Minute erzielten die Juniors weitere drei Treffer
und auf der Anzeigetafel stand plötzlich der Spielstand von 5:1. Man konnte seinen Augen kaum
trauen. Doch gerade nach dem 2:1 bzw. 3:1 Gegentreffer waren eine Art von
Auflösungserscheinungen zu sehen und praktisch jeder Schuss landete im Tor.
Pünktlich pfiff Schiedsrichter Mutlu zur Halbzeitpause, die äußerst notwendig war.

In der Halbzeit ging es nur noch darum, den Schaden irgendwie zu begrenzen. Coach Hagspiel
reagierte und wechselte Marjanovic aus und brachte den jungen Valentin Beck. Die Partie ging
dennoch im ähnlichen Stil weiter, auch wenn die Offensivkraft der Altacher etwas nachließ. In der 60.
Minute durften die Heim-Fans ein weiteres Mal jubeln, als Bickel das 6:1 erzielte. In den Gesichtern
der mitgereisten FCL-Fans war keinerlei Hoffnung mehr zu spüren. Kein Wunder bei diesem
Spielstand. Trotzdem spielten die Jungs aus der Holzstraße auf dem Feld tapfer weiter, obwohl die
Situation mehr als aussichtlos war. Die Einstellung wurde dahingehend belohnt, dass der FCL im
zweiten Abschnitt noch zu der einen oder anderen guten Torchance kam – am Ende aber leider
ungenutzt blieb. Die Altacher machten das etwas besser und erzielten in der Nachspielzeit sogar
noch das 7:1. Eine ganz üble Packung für unsere Jungs!

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