Auf einem Abstiegsplatz

Nach dem Spiel gegen Alberschwende findet sich der FC Lustenau 1907 auf einem ungewohnten Tabellenplatz wieder. Mit der Niederlage vom 4. September befindet sich der FC auf einem Abstiegsplatz in der Tabelle der Vorarlbergliga. Eine unterdurchschnittliche Leistung reichte nicht, um die körperlich präsenten Gäste aus Alberschwende zu ärgern bzw. gegen sie zu punkten.

Der FCL verliert vor heimischer Kulisse mit 0:1. Das Spiel selbst startete gar nicht so schlecht und die Blau-Weißen versuchten mehrfach über die rechte Seite zum Erfolg zu kommen. Die Nummer 10 auf Seiten der Hausherren in Person von Harun Erbek ließ sich vermehrt auf den rechten Flügel abfallen, um ein Überzahlspiel mit Asiu und Co. zu generieren. Allerdings waren die meisten Hereingaben eine klare Sache für Alberschwende Schlussmann Hinteregger. Nach dreizehn Minuten jubelten aber ganz unerwartet die Gäste. Nach einem Foul im Strafraum zeigte die Schiedsrichterin auf den Punkt. Maldoner bewies Nerven und verwandelte sicher in die Mitte des Tores.

Damit gingen die Gäste aus Alberschwende mit ihrer ersten richtigen Offensivaktion früh in Führung. Ein Dämpfer für das ohnehin nicht große Selbstbewusstsein der Blau-Weißen. Doch dem Team von Trainer Philipp Hagspiel blieb nichts anderes übrig und sie versuchten sich ins Spiel zurück zu beißen.

Der Spielaufbau selbst blieb träge und forderte die Gäste nur selten heraus. Die einzige brenzlige Situation im Strafraum resultierte nach einem Eckball. Zuerst köpfte Giselbrecht an die Querlatte und der darauffolgende Abschlussversuch via Hacke wurde von der Linie gekratzt. Zu dieser Phase hätte sich das Heimteam den Ausgleich verdient gehabt. Mehr war aus Sicht des FCL nicht drin und damit ging es nach 45 Minuten mit dem Spielstand von 0:1 in die Pause.

In der Pause wurde auf den Rängen gesprochen und philosophiert und gleichzeitig gehofft, dass die Jungs aus der Holzstraße nun ein anderes Gesicht an den Tag legen würden. Doch die meisten blieben enttäuscht. Bereits in der 60. Spielminute wurde Simon Grabherr ausgewechselt, nach dem er drei Minuten zuvor die erste gelbe Karte gesehen hat und allmählich durch diverse Auffälligkeiten an einer möglichen roten Karte schnupperte. Kurze Zeit später wurde auch Mark Vogel durch Linus Hämmerle ersetzt, da ersterer keinen offensiven Impact liefern konnte. Das Spiel des FCL war derart statisch, dass die Gäste in der Defensive nie wirklich gefordert wurden. Was an Intensität zugenommen hat, war definitiv die Zweikampfquote. Beide Teams verwickelten sich in zahlreiche und teilweise harte Zweikämpfe und musste des Öfteren von der Schiedsrichterin getrennt werden. Mehr bekamen die Zuschauer im Stadion an der Holzstraße aber nicht geboten. Nach rund 90 Minuten wurde die Partie beendet und die Wälder verließen den Platz als Sieger.

Für den FC Lustenau stehen nach der dritten Niederlage in Folge schwere Zeiten ins Haus. Mit dieser Niederlage rutscht das Team auf einen Abstiegsplatz ab. Ohne wirklich aus dem Spiel herausgespielte Chancen ist es ganz schwer zu punkten. Egal gegen welchen Gegner. Nun sind die Jungs, der Trainer und das ganze Team gefordert, damit wir alle wieder positiven Zeiten entgegenblicken können. Die nächste Gelegenheit ist kommendes Wochenende auswärts gegen die noch unbesiegten Lochauer. Ein schwerer Brocken!