Auswärtssieg gegen Hard

Für die Jungs aus der Holzstraße stand heute ein erneut schweres Auswärtsspiel beim FC Hard auf dem Programm. Die Harder gelten diese Saison als schwer bespielbarer Gegner und liegen aufgrund der gezeigten Leistungen auf Tabellenplatz Vier der Vorarlbergliga. Erschwerend kam hinzu, dass Trainer Philipp Hagspiel auf Leistungsträger Harun Erbek gesundheitsbedingt verzichten musste.

Das junge Team war also gefordert und startete sehr engagiert in das Spiel. Dennoch war es das Heimteam aus Hard, welches sich ein leichtes Übergewicht erspielen konnte. Beide Teams waren offensiv eingestellt, weshalb die Fans und Zuschauer ein gutes und abwechslungsreiches Spiel zu sehen bekamen. Einige Vorstöße beider Teams konnten im Endeffekt nur mit einem Foulspiel verhindert werden – die erste gelbe Karte war bereits in der 13. Minute fällig. Simon Häfele war der Übeltäter. Die jungen Wilden mussten mehr Energie in die Zweikämpfe legen, um den körperlich überlegenen Harder Paroli zu bieten. Nach rund einer halben Stunde musste der FCL den ersten Wechsel vollziehen. Durch die Verletzung von König kam Leitner relativ früh in die Partie und Hagspiel musste seine Taktik etwas anpassen. Der aufgezwungene Wechsel hatte wohl auch etwas Gutes, denn im Anschluss war der FCL besser in der Partie und die Harder hatten mit der Taktikanpassung des Gegners ihre Mühe. Kurz vor der Pause tankte sich Simon Grabherr auf der Seite durch und konnte erst im Strafraum mit einem Foul gestoppt werden. Elfmeter für den FCL. In Abwesenheit von Erbek übernahm Asiu die Verantwortung und stellte auf 0:1 für den FC Lustenau 1907. Ein perfekter Zeitpunkt aus Sicht der Lustenauer. Kurze Augenblicke später verabschiedete der Schiedsrichter die Mannschaften in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Tempo weiter und beide Teams agierten auf Augenhöhe. FCL-Torhüter Noah Küng konnte sich bereits in der ersten Halbzeit mit einer Glanzparade in Szene setzen und wurden auch im zweiten Abschnitt sehr gefordert. Wer die Chancen nicht verwertet, wird früher oder später bestraft. Ganze zwei Minuten in der zweiten Halbzeit war das der Fall. Nach einem Freistoß für die Blau-Weißen herrschte absolutes Chaos im Strafraum der Harder und Alin Mutu stocherte das Leder zum 0:2 ins Netz. Ein perfekter Start in die zweite Halbzeit. In Folge wurden die Harder etwas aggressiver und versuchten es mit der Brechstange. Es war eindeutig zu spüren, dass sich die Harder nach dem Gegentreffer keineswegs aufgaben. Das Heimteam forcierte einen Angriff nach dem anderen und stellte FCL-Torhüter Küng immer wieder vor große Herausforderungen. Doch dieser blieb cool und parierte 2-3 Chancen mit Bravour.In der 65. Minute war er gegen Dörler allerdings machtlos und der FC Hard verkürzte auf 1:2. Nun begann gefühlt das große Zittern auf Seiten des FCL, nachdem man vergangene Woche ebenfalls einen zwei Tore Vorsprung verspielte. Die Spannung war deutlich zu spüren und projizierte sich auf alle Beteiligten. So bekam auch Hard-Trainer Sutter in der letzten Viertelstunde die gelbe Karte aufgrund einer unangemessenen Kritik am Schiedsrichter. Die Spannung stieg ins Unermessliche, als der Schiedsrichter eine Nachspielzeit von 7 Minuten anzeigte. Die Blau-Weißen verteidigten mit vollem Einsatz und machten es den Harder so schwer als möglich. Beim letzten Angriff in der 97. Minute kam auch noch Hard-Keeper Masnikosa in den Sturm, um möglichst noch den Ausgleichstreffer zu erzielen. Doch die FCL-Verteidigung und Küng hielten den Kasten sauber und gingen am Ende als Sieger vom Platz. Eine engagierte Leistung gepaart mit etwas Glück war am Ende der Garant für ganz wichtige drei Punkte.

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