Revanche geglückt

An einem wunderschönen Samstag-Nachmittag hatte unser FCL die Chance auf die Revanche, nach dem wir die Cup-Partie gegen BW Feldkirch klar und deutlich mit 0:4 verloren haben. Die Mannschaft war bestens vorbereitet und wollte sich so eine Schmach nicht mehr gefallen lassen. Obwohl Torjäger Hüseyin Zengin verletzungsbedingt zu Beginn auf der Bank Platz nehmen musste, begannen die Jungs aus der Holzstrasse sehr ambitioniert. Für Zengin rutschte übrigens Alexandru Asiu in die Startelf. Im Waldstadion entwickelte sich ein munteres Spiel zwischen zwei Teams, die ihre spielerische Stärke sehr oft unter Beweis stellen. Entsprechend stark umkämpft war das Mittelfeld, wo die Angriffe meist ihren Ursprung hatten. Die ersten beiden Chancen konnten die Gäste aus Lustenau verzeichnen. Beide Male musste Feldkirch Keeper Nikolic sein Können beweisen und bewahrte das Heimteam so vor dem Rückstand. Eine der beiden Möglichkeiten hätten gut und gerne im Tor landen können. Doch die Feldkircher verstecken sich nicht und waren wie zu Beginn erwähnt ebenfalls immer wieder gefährlich. In der 35. Minute war Feldkirch-Goalgetter Kum nicht zu stoppen und sein Drehschuss außerhalb des Strafraums schlug flach im Tor ein. Torhüter Küng hatte keine Chance – BW Feldkirch führte 1:0. Nach dem Gegentor wäre die Partie beinahe zu Gunsten der Hausherren gekippt, doch die richtige und vor allem zeitnahe Antwort der Blau-Weißen ließ nur drei Minuten auf sich warten. Nach einem weiteren Flügellauf stand plötzlich Moritz Beck einschussbereit im Strafraum und ließ sich nicht zwei Mal bitten. Der fleißige Außenverteidiger nutzte die Chance zum 1:1 Ausgleich. Kurz vor der Pause musste der FCL noch einmal Durchschnaufen, als Anel Klicic eine große Möglichkeit ungenutzt ließ und den Ball an den Pfosten hämmerte.

Nach der Pause ging es im gleichen Tempo weiter. Die Zuschauer sahen eine tolle Vorarlbergliga-Partie, die so oder so ausgehen hätte können. Die Feldkircher legten im zweiten Abschnitt noch eine Schippe drauf und drängten den FCL immer mehr in die eigene Hälfte. Die Lustenauer konnten sich teilweise lediglich mit Entlastungsangriffen Luft verschaffen. Es blieb weiterhin sehr spannend. Das Heimteam riskierte immer mehr, doch die FCL-Abwehrreihe blieb standhaft. Gegen Ende der Partie schwanden bei den Hausherren etwas die Kräfte und die jungen wilden Lustenauer konnten in dieser Phase profitieren. Simon Grabherr nahm sich ein Herz und initiierte über links einen schnellen Konter. Sein erster Abschlussversuch konnte Nikolic noch abwehren, doch das unermüdliche Nachsetzen wirkte – Grabherr kam zum zweiten Mal an den Ball und schob die Kugel quer auf Zengin, der das Leder nur noch ins Tor dreschen musste. 2:1 für den FCL. In Folge musste das Team von Trainer Madlener noch den ein oder anderen Angriff abwehren. Der Kasten blieb sauber und die drei Punkte waren eingetütet.

Drei weitere Punkte im Holz ergattert

Trotz regnerischem und kühlen Wetter verirrten sich über 500 Zuschauer ins Stadion an der Holzstrasse, in dem der FC Lustenau 1907 den FC Hard empfang. Der Druck auf Seiten der Gäste war aufgrund der Tabellenplatzierung enorm hoch. Das Team von Trainer Martin Schneider ergatterte lediglich vier Punkte aus den ersten elf Meisterschaftsspielen. Auf Seiten des FCL wollte und durfte man die Mannschaft jedoch keinesfalls unterschätzen. Dementsprechend konzentriert gingen die Jungs aus der Holzstrasse ans Werk und das trotz schwierigen Bedingungen. Obwohl das Wetter nicht seinen Teil für eine warme Atmosphäre beitrug, so war es in der sechsten Minute Moritz Beck, als dieser den FCL mit einem satten Schuss in Führung brachte. Die Führung gab den Hausherren die notwendige Sicherheit, was den spielerischen Aufbau der Angriffe anbelangte. Dadurch hatte das Team von Trainer Daniel Madlener die erste Halbzeit der Partie größtenteils im Griff. Einzig bei diversen Gegenangriffen der Harder gab es ein paar Unzulänglichkeiten in der FCL-Defensive. Simon Grabherr hatte in der neunten Minute eine vielversprechende Position, um das 2:0 zu erzielen. Sein Volleyschuss fiel am Ende aber zu schwach aus. Kein Problem für Torhüter Plank. Die Harder durften in der 14. Minute zum ersten Mal anschreiben. Der Offensivtank Zivaljevic war mit seiner körperlichen Präsenz immer ein Unruheherd und musste mehrfach durch gemeinsame Abwehrleistung gestoppt werden. Sein erster Sololauf landete in den Händen von Torhüter Küng. In der 22. Minute erhöhten die Blau-Weißen auf 2:0. Ein trockener Angriff über die rechte Außenbahn setzte Elias Jonach in Szene. Sein Lauf in den Strafraum konnte nicht gestoppt werden und sein frecher Schuss ins kurze Eck ebenso nicht. Damit lagen die Gäste zu diesem Zeitpunkt verdient in Rückstand. Doch es dauerte keine sechzig Sekunden, als wieder die Nummer 9 im Strafraum für Unruhe sorgte. Eine Doppelchance musste in extremis geklärt werden, da hätte gut und gerne der Anschlusstreffer fallen können. Noah Küng zeigte bei dieser Szene all sein Können. Bis zur Pause gab es auf beiden Seiten noch gute Torraumszenen. Die größte hatte Hüseyin Zengin wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, als er einen Steilpass von Moritz Beck rund sechs Meter vor dem Tor nicht verwerten konnte. Der Ball ging neben das Tor und die Zuschauer auf den Tribünen trauten ihren Augen nicht. Das wäre definitiv der Matchball gewesen.

In der Pause musste Gäste Coach Schneider reagieren – er und sein Team gaben das Ding noch nicht her. Die in grau gekleideten Gäste kämpften tapfer weiter und belohnten sich in der 52. Minute selbst. Ein wirklich schöner Spielzug wurde von Markus Grabherr zum 2:1 verwertet. Es wurde wieder spannend. Oder doch nicht? Moritz Beck war es, der direkt nach dem Wiederanpfiff seinen Schuss an den Pfosten knallte. Das wäre die richtige Antwort gewesen. Es blieb aber weiterhin bei der knappen 2:1 Führung. Mit jeder weiteren Minute und den regnerischen Bedingungen wurde der Platz immer tiefer und es entwickelte sich eine stark umkämpfte Partie. In der 55. Minute war es wieder Zengin, der mit einem hohen Ball perfekt in Szene gesetzt wurde. Er nahm den Ball runter und lief auf den Harder Schlussmann zu. Dieser verkürzte gekonnt den Winkel und behielt im Privatduell gegen Zengin weiterhin die Oberhand. FCL-Trainer Madlener wurde zunehmend unruhiger, da man solche Top-Chancen nicht zur finalen Entscheidung verwerten konnte. Auch Simon Grabherr hatte in der 72. Minute nochmal seinen Auftritt. Nach einem Steilpass hätte er nur noch den Torhüter umkurven müssen, blieb aber sehr unglücklich hängen. Damit war eine weitere Topchance dahin. Nach dieser Szene wurde Zengin ausgewechselt. Für ihn kam Alexandru Asiu in der Partie. Und der brauchte keine Minute, um sich in der Torschützenliste einzutragen. Nach einer Flanke von rechts nahm er den Ball direkt und schoss den FCL 3:1 in Front. Die Partie schien nun endgültig gelaufen. Doch es fiel noch ein weiterer Treffer. In der 94. Minute verkürzte Todorovic auf 3:2. Nach dem Treffer pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Eine torreiche Partie endete mit einem verdienten Sieger namens FC Lustenau 1907.

Höchst gewinnt Duell gegen FCL

Die Vorzeichen für einen Fussballleckerbissen hätten nicht besser sein können. Wunderschönes Wetter, feine Temperaturen und ein Tabellennachbarschaftsduell in der Vorarlbergliga.

Allerdings wurden die vielen Zuschauer im Rheinaustadion alles andere als verwöhnt. Die Gastgeber wussten sich in den meisten Situationen nur mit einem hohen Ball in die Spitze zu helfen und auf der Gegenseite zeigte der FC Lustenau 1907 sein „Auswärtsgesicht“. Obwohl es seitens der Hausherren nicht immer schön anzuschauen war, waren es trotzdem immer wieder vielversprechende Angriffe. Das Sturmduo Yilmaz/Mendes war sehr aktiv und beschäftige die FCL-Defensive praktisch bei jedem Angriff. Auch bei Standardsituationen vermochten die Höchster zu gefallen. Nach jeder Hereingabe war Alarmstufe rot im FCL-Strafraum – Noah Küng musste sich mehrfach auszeichnen. Offensivaktionen der Gäste blieben leider Mangelware. Einzig der auffälligste Akteur Ismet Güler hatte die Führung auf den Füssen. Doch der glänzend aufgelegte Torhüter Gasser entschärfte die Gästeführung. Damit blieb es bei der logischen Konsequenz 0:0 zur Halbzeit.

Nur zwei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Burhan Yilmaz die Führung erzielte. Nach einem erneuten langen Ball in die Sturmspitze verschätzte sich das Innenverteidiger Duo und Yilmaz stand plötzlich allein vor dem Tor. Er liess Küng keine Chance und netzte zur Führung ein. Und so mussten die Blau-Weissen auswärts wieder einmal einem Rückstand hinterherrennen. Wenige Minuten nach dem Rückstand reagierte Trainer Madlener und wechselte Alexandru Asiu für Erkan Ergüven ein. Doch auch diese Massnahme verpuffte. Die Höchster standen Defensiv sehr kompakt und liessen das klassische FCL-Spiel zu keinem Zeitpunkt aufkommen. Kurz vor Ende der Partie hatte der FCL dann doch noch die Chance auf den Ausgleich. Nach einem Handspiel von Torhüter Gasser entschied der Schiedsrichter auf Freistoss direkt an der Strafraumgrenze. Ismet Güler wurde in Szene gesetzt, der Schuss landete in der Mauer. Am Ende siegten die Höchster verdient mit 1:0 und überholten damit auch unsere Jungs in der Tabelle. Gleichzeitig rutschte unser Team auf den dreizehnten Tabellenplatz ab.

kick mit „girl´s day“

Der FC Lustenau lädt alle fußballinteressierten Mädchen zwischen 7 und 14 Jahren zum kick mit „Girl´s Day“.
Dabei bekommt jedes Mädchen ein T-Shirt sowie einen Fußball geschenkt. Auch für Verpflegung ist gesorgt.

Beim „girl´s day“ können die Mädchen an einem Schnuppertraining teilnehmen und werden dabei von Stargast Elke Scheubmayr (37 Länderspiele und 13 Tore) trainiert.

Also nichts wie hin, am 4. Oktober von 14:00 bis 16:00 Uhr, ins Stadion an der Holzstraße.

Erste Niederlage im Holz

Ein sehr spannendes Duell wartete am Samstag-Nachmittag auf die Zuschauer im Stadion an der Holzstraße, denn das heimstärkste Team der Vorarlbergliga traf auf die beste Auswärtsmannschaft und den Tabellenführer FC Bizau.

Die Gäste aus Bizau mit beiden Ex FCL-Spieler Schwärzler und Simma thronen derzeit auf dem ersten Platz und stellen auch noch die beste Offensivkraft der Liga. Doch ausgerechnet vor dem Duell gegen den FCL kassierten die Wälder eine bittere 0:3 Heimniederlage gegen Lochau. Gegen den FCL wollten sie einen erneuten Ausrutscher mit aller Macht verhindern. Beinahe wäre dieses Vorhaben noch schwieriger geworden, wenn Markotic die erste Chance des Spiels in der ersten Minute genutzt hätte. Hätte, Wenn und Aber! Der Ball ging daneben und die Bizauer waren nun hochkonzentriert. Im Holz entwickelte sich nun eine richtig tolle Vorarlbergliga Partie auf sehr hohem Niveau. In der elften Spielminute setzte der spielstarke Ismet Güler seinen rechten Flügel Simon Häfele perfekt ins Szene und schickte diesen per Steilpass allein auf den Bizau-Torhüter, doch Schiedsrichterin Iskin pfiff das Foul an Güler und beraubte den Hausherren einen unheimlichen Vorteil. Mit etwas Glück hätten die Hausherren die Partie bis zu diesem Zeitpunkt vorentscheiden können. Auch auf Seiten der Gäste gab es ein paar Szenen in Strafraumnähe. Der quirlige Simma ackerte auf der linken Außenbahn und versuchte immer wieder seine Stürmer in Szene zu setzen. In der 19. Minute knallte ein Weitschuss der Gäste den Pfosten. Durchatmen im Holz. Die Bizauer waren nun präsenter und übernahmen die Kontrolle. Nach einem Einwurf herrschte große Verwirrung im Strafraum. Als ein FCL-Verteidiger den Ball aus der Gefahrenzone dreschen wollte, brachte Simma noch seinen Fuß dazwischen – der Ball prallte dermaßen unglücklich an seinen Fuß und flog über Torhüter Küng ins Tor. 0:1 für die Gäste. Bis zur Pause änderte sich am Spielstand nichts mehr. Ein bis dato sehr unglücklicher Spielverlauf aus Sicht des Heimteams.

Nach Seitenwechsel gelang es dem FCL das Kommando erneut in die eigene Hand zu nehmen. Nach nur sechs Minuten im zweiten Spielabschnitt sprintete Simon Häfele von der rechten Seite in Richtung des Strafraums und versuchte mit einem straffen flachen Ball Hüseyin Zengin zu bedienen. Die Zuschauer wollten bereits jubeln, doch der Pass war etwas zu straff und Zengin verfehlte den Ball nur um Millimeter. Die Blau-Weißen spielten wie ein Tabellenführer und drückten auf den Ausgleich. Die offensive Spielweise ermöglichte natürlich Räume für die Gäste, die sie aber nur selten nutzen konnten. Erst ab der 65. Minute tauchten sie gefährlich vor dem Tor des FCL auf, als eine Volleyabnahme knapp über die Querlatte zischte. Das wäre beinahe ins Auge gegangen. Kurze Zeit später hatte Bizau noch eine gute Möglichkeit. Nach einem Eckball nutzten sie die körperliche Überlegenheit aus. Der Stürmer setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch – seinen Kopfball klärte Noah mit einem klasse Reflex zu einer erneuten Ecke. Diese bracht jedoch nichts ein. Der starke Vrljic hätte seine gute Leistung beinahe mit einem Tor gekrönt, doch sein Schlenzer verfehlt das Ziel nur knapp. Da auf Seiten der Gäste bis zu diesem Zeitpunkt kein weiterer Treffer mehr fallen wollte, blieb das Heimteam noch im Spiel. In der 77. Minute war im Strafraum der Bizauer wieder Alarmstufe rot. Simon Häfele kam diesmal über links und erarbeitete sich eine vielversprechende Einschussmöglichkeit. Leider landete der Ball am Außennetz. In der 83. Minute kam es dann wie es kommen musste. Nach einem scharfgetretenen Eckball stand Feuerstein goldrichtig und verwertete zum 0:2. Hüseyin Zengin hätte fast noch den Anschlusstreffer erzielt, doch das Tor der Gäste blieb an diesem Nachmittag verschlossen. Unsere Jungs mussten sich damit vor heimischem Publikum zum ersten Mal geschlagen geben und der Tabellenführer Bizau setzt sich damit weiter oben fest.

FCL lässt Gerechtigkeit sprechen!

Nachdem das Auftaktspiel in die neue Meisterschaft zwischen dem FC Lustenau 1907 und der Admira beim Stand von 2:0 abgebrochen wurde, trafen die beiden Teams nach dem Entscheid des VFV am heutigen Dienstag-Abend nochmal aufeinander. Doch eines vorweg – diesmal rettete die Admira kein Gewitter!

Die Hausherren in Blau-Weiß hatten zu Beginn der Partie etwas Mühe und kamen nur schwer in die Partie. Die Gäste aus Dornbirn erwischten einen guten Start und spielten munter drauf los. Die erste große Chance hatte jedoch der FCL. Markotic übernahm einen Ball volley und schoss das Leder knapp über die Kiste. Auch Hüseyin Zengin hatte in der neunten Minute nach einem Steilpass eine sehr gute Schussmöglichkeit, doch der Ball verfehlte nur knapp. Diese beiden guten Szenen waren enorm wichtig, da ansonsten die Admira den Ton angegeben hat. In der 12. Minute gingen die Gäste dann auch durch Felix Moosmann in Führung. Nach einem Eckball köpfelte Polat den Ball außerhalb des Sechzehners, Moosmann übernahm direkt und traf sehenswert zum 0:1. Ab der 20. Minute fanden die Hausherren besser ins Spiel und es entwickelte sich ein sehr starkes Vorarlbergliga-Match. Simon Häfele wirbelte auf dem rechten Flügel und setzte in der 25. Minute Polat gut ein – sein Schuss ging knapp über das Gehäuse. Wenige Augenblicke später wäre fast das 0:2 gefallen. Nach einer Flanke stand Admira-Kapitän Pichler allein am Elfmeterpunkt, sein Kopfball ging Zentimeter am Tor vorbei. Dann war wieder der FCL an der Reihe und wieder war es der auffällige Markotic. Sein Schuss außerhalb des Strafraums wurde von einem Verteidiger von der Linie gedroschen. Der Torschrei der anwesenden Zuschauer blieb im Rachen stecken. Doch wenige Minuten später war es endlich soweit und die Zuschauer konnten ausgiebig jubeln. Nach einem Sololauf von Simon Grabherr wusste sich der Verteidiger nur mit einem Foul zu helfen. Schiedsrichter Dichtl zeigte sofort und konsequent auf den Punkt. Und dann ließ Josip Markotic sein ganzes Können aufblitzen. Er legte sich den Ball am Elfmeterpunkt zurecht – bis dato nichts Ungewöhnliches. Doch als der Torhüter mit dem Anlauf zum Schuss rechnete, schoss Markotic den Ball ansatzlos ins rechte untere Eck. Unhaltbar. Kaltschnäuzig. Geil!

Nach dem Ausgleich rannte die Admira noch einmal mit Vollgas an und hätte beinahe den erneuten Führungstreffer erzielt. Doch die Abwehr und die Querlatte hatten etwas dagegen. Damit blieb es zur Pause beim 1:1.Nur sieben Minuten nach dem Seitenwechsel durften die Jungs aus der Holzstrasse wieder jubeln. Simon Grabherr bekam an der Außenlinie den Ball und ließ sich bis zum Führungstreffer nicht mehr aufhalten. Der Ball schlug platziert im linken unteren Eck ein. Der Jubel war riesig. Damit war der offene Schlagabtausch offenkundig eröffnet. Die Admira wollte das nicht auf sich sitzen lassen und kam zu einer guten Schusschance. Diese wurde aber durch viel Einsatz der Abwehr geblockt. Durch die offensivere Gangart der Gäste eröffneten sich große Lücken beim Konterspiel. In der 64. Minute hätte der FCL den 3:1 Treffer erzielen müssen, doch Grabherr und Beck ließen die Chance ungenutzt. Eine Minute später entwischte Zengin den Verteidiger und tunnelte Torhüter Abwerzger zum 3:1. Der Jubel kombiniert mit der legendären Torhymne schmeckte den FCL-Fans richtig gut. Bis zum Ende der Partie kamen die Gäste nur noch zu einer sehr guten Tormöglichkeit, glücklicherweise hielt die FCL-Defensive stand. Aus diversen Konterangriffen wäre noch ein weiterer Treffer möglich gewesen, doch es blieb am Ende beim 3:1 Sieg des FC Lustenau 1907.

Punktgewinn in Schruns. Aber wie?

Nach der bitteren Cup-Pleite gegen Feldkirch (0:4) mussten sich die Jungs aus der Holzstraße aufs Neue beweisen. Diesmal in der Meisterschaft auswärts gegen den drittplatzierten FC Schruns. Eine doppelte Herausforderung für unsere Elf, denn bis anhin verliefen die Spiele auf fremden Boden selten wie gewünscht. Auch das Heimteam musste und durfte wieder bei Null beginnen, verlor man doch unter der Woche das Cupspiel gegen Altenstadt im Elfmeterschießen.

Die Verunsicherungen waren von Beginn an auf beiden Seiten zu spüren. Die Teams taten sich spielerisch schwer, Angriffe bzw. Torszenen zu kreieren. Oftmals blieb nur der lange Ball auf die Stürmer übrig. Die Zuschauer wurden an diesem herrlichen Herbsttag nicht mit Fussballkost überschüttet. Die erste nennenswerte Aktion des FC Schruns war in der 28. Minute, als Moritz Beck einen Steilpass abwehren musste. Rochus Schallert wäre ansonsten wohl zur Stelle gewesen. Fünf Minuten später stand wieder die FCL-Defensive im Fokus, als diese zwei Torabschlüsse abblocken musste. Das waren die einzigen Aktionen, in denen der Zuschauer einen Hauch von Aktion verspürte. Auf Seiten des FCL war bis auf ein paar Flanken ins Niemandsland keine Offensivaktion zu verzeichnen. Leider verletzte sich Batuhan Karakas nach einem Vollsprint muskulär am Oberschenkel, und musste bereits frühzeitig ausgewechselt werden.

Nach der Pause wurde die Partie etwas aktionreicher, allerdings nur aus Sicht der Hausherren. In der 53. Minute verpasste Rochus Schallert die Führung um Zentimeter. Durchatmen bei den Lustenauer. Kurze Zeit später prallte der Ball an die Querlatte des FCL-Gehäuse. Ein vermeidlich ungefährlicher Freistoß im Mittelfeld setzte auf dem Weg in den Strafraum zuerst am Boden auf, ehe er im Anschluss an die Latte knallte. Erneutes Durchatmen war notwendig. In Folge war die Zeit für FCL-Keeper Küng gekommen – Flugstunden der Extra-Klasse waren angesagt. Der junge Torhüter auf Seiten des FCL musste öfter eingreifen und konnte dank seiner Glanzparaden einen Rückstand verhindern. In der 77 Minute initiierte Polat einen Konter und setzte den rechten Außenbahnspieler Häfele perfekt in Szene. Doch der Spieler vertändelte die Aktion und kam nicht zum Abschluss. Das hätte gut und gerne die Führung für die Blau-Weißen sein können. In den letzten fünfzehn Spielminuten ging dann alles nur noch auf das Tor des FCL. Die Schrunser erarbeiteten sich mehrere gute Tormöglichkeiten, scheiterten aber jedes Mal an Noah Küng oder an der Querlatte. Und so blieb es überraschend beim 0:0. Nach dieser Partie kann man aus Sicht der Lustenauer definitiv über einen entführten Punkt sprechen.

Heftige Cup-Pleite gegen BW Feldkirch

Englische Woche im Vorarlberger-Fußball. Heute nach Feierabend gastierte BW Feldkirch in der 3. VFV-Cup Runde beim FC Lustenau 1907. Beide Teams sind aktuell in toller Verfassung, weshalb sich die Zuschauer auf einen Cup-Hit freuen konnten.

Doch auf Seiten des FCL gab es heute Abend nicht viel zu jubeln. Die Madlener-Elf unterlag den Oberländer klar und deutlich mit 0:4. Zu Beginn plätscherte die Partie nur vor sich hin. Auf beiden Seiten waren Tor- bzw. Strafraumszenen Mangelware. Einzig die Gäste konnten mit Distanzschüssen eine Art Gefährlichkeit ausstrahlen und zwangen Torhüter Küng zu zwei Flugeinsätzen. In der 33. Minute fiel dann das erste von vier Toren. Tobias Ritter reagierte nach einer Flanke am schnellsten und ließ den in Überzahl spielenden Verteidiger keine Chance und bugsierte den Ball ins Tor. Der Treffer schien die Blau-Weißen aufzuwecken. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze nahm sich Toni Mrvelj den Ball und knallte das Leder mit einem direkten Freistoß an die Latte. Dies war praktisch die einzige gefährliche Möglichkeit der Hausherren. Somit ging die Partie mit 0:1 in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit wechselte FCL-Trainer Madlener den erfahrenen Kemal Duran ein, um mit ihm die Wende einzuleiten. Speziell in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit sah das Ganze sehr gut aus, denn der FC Lustenau 1907 versuchte sich nun in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Nach einer perfekten Flanke auf Zengin im Strafraum, wäre beinahe der Ausgleich gefallen. Der Kopfball landete allerdings am Innenpfosten und sprang von dort wieder heraus. Glück für die Gäste. Diese Szene hätte für das Heimteam Auftrieb geben sollen, doch genau der umgekehrte Fall trat ein. Die Feldkircher übernahmen ab diesem Zeitpunkt das Kommando und gingen nach einem sehenswerten Sprint von Gomes mit 0:2 in Führung. Nur drei Minuten später jubelten die Gäste schon wieder, als Selim Kum auf 0:3 erhöhte. Die Partie war endgültig gelaufen. Die Gäste spielten sich in einen Rausch und erhöhten mit einem Traumtor durch den auffälligsten Akteur Adem Kum auf 0:4. Diesen Treffer hatte sich der Stürmer mit der Nummer 9 redlich verdient. Kurz vor Ende holte sich Klicic nach einem heftigeren Foul noch die gelbe Karte ab und wenige Augenblicke später war die Partie vorbei.Damit ist unser FC Lustenau 1907 aus dem VFV-Cup ausgeschieden. Die Jungs müssen nun die Partie analysieren sich mit voller Kraft auf die Meisterschaft konzentrieren. Da wartet bereits am Samstag die nächste große Hürde mit dem Auswärtsspiel beim FC Schruns.

FC Lustenau 1907 gegen Brauerei Egg

Das „Bierduell“ zwischen dem FC Lustenau 1907 und dem FC Brauerei Egg wäre wetterbedingt beinahe ins Wasser gefallen. Durch die anhaltenden Regenfälle stand der Platz teilweise stark unter Wasser und konnte lediglich Dank der Unterstützung der freiwilligen Helfer und der Lustenauer Feuerwehr für das Spiel vorbereitet werden.

Durch die tatkräftige Unterstützung stand dem Topspiel in der Vorarlbergliga dann nichts mehr im Wege. Mit dem FC Brauerei Egg gastierte zum Schluss der FCL-Wäldarwochen wohl der stärkste Gegner im Holz. Die Gäste reisten als Tabellenführer und mit einem Torverhältnis von 23:8 aus sieben Spielen an. Diese statistische Überlegenheit zeigte sich auch in den ersten 15 Minuten der Partie. Die Egger starteten sehr selbstbewusst und physisch stärker in die Partie. Das Heimteam wurde am Spielaufbau gehindert und damit ordentlich in die Defensive gedrückt. Die erste Riesenchance der Partie hatte Bekar bereits in der vierten Spielminute. Der Ball verfehlt das Gehäuse nur knapp. Zwei Minuten später sprintete Pereira Rosales auf unseren Torhüter zu, der im Nachfassen das Duell als Sieger verließ. Auch die dritte Offensivkraft der Wälder zeigte seine Skills, als er in der 14. Minute durch die Defensivreihe tankte und FCL-Torhüter Marceta zu einer Glanzparade zwang. Nach der enormen Anfangsviertelstunde kam langsam auch das Heimteam in die Partie und konnte sich immer mehr durch ihre spielerische Qualität aus dem Druck befreien. Der erste FCL-Abschluss ging auf das Konto von Häfele – doch der Schuss war für Torhüter Fetz kein Problem. Die linke Offensivreihe des FCL war in der ersten Halbzeit gut zugestellt, weshalb sich die Partie auf den rechten Flügel verlagerte. In der 23. Minute durften die Gäste jubeln. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite wurde Murat Bekar perfekt auf Höhe des Elfmeterpunkts freigespielt und dieser drosch den Ball per Volley ins lange Kreuzeck. Keine Chance für den Torhüter. Nur kurze Zeit nach dem Führungstreffer ging es im Holz hoch her. Nach einem versuchten Schlag von Pereira Rosales an Moritz Beck brannten FCL-Torhüter Marceta die Sicherungen durch und er schubste den Angreifer weg. Dieser fiel zu Boden und Schiedsrichter Brunner verwies unseren Torhüter des Feldes. Nun musste der wiedergenesene Noah Küng bereits frühzeitig zwischen die Pfosten und Kemal Duran musste das Feld aufgrund des Platzverweises verlassen. Für viele Zuschauer war die Partie damit nun gelaufen, doch ausgerechnet ab diesem Zeitpunkt war der FCL die spielbestimmende Mannschaft – und das mit einem Mann weniger. Rund sieben Minuten nach den Tumulten war es der starke Häfele, der Egg-Torhüter Fetz mit einem Heber überraschte und zum 1:1 traf. Riesenjubel im Holz. Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die Pause.

Nach der Pause ging die hochattraktive Partie im gleichen Stil weiter. Die tapferen Jungs aus der Holzstraße ließen sich nicht unterkriegen und hielten dagegen was das Zeug hält. Doch ein weiterer Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten. In der 53. Minute wurde ein Schuss von Meusburger unhaltbar für Küng abgefälscht und rollte zum 1:2 ins Netz. Auch dieser Rückschlag brachte die Hausherren nicht ins Wanken. Trotz des erneuten Rückstands spielten die Blau-Weißen ihre Qualität aus und ließen zeitweise den Tabellenführer alt aussehen. Die körperliche Überlegenheit der Egger wurde durch Spielwitz ausgeglichen. In der 76. Minute war es dann endlich soweit. Nach einem Angriff über Simon Grabherr gelang dem Heimteam der hochverdiente Ausgleichstreffer. Sein Schuss wurde von einem Egger-Verteidiger ins eigene Tor abgefälscht. In Folge schien es sogar so, dass die Hausherren auf Sieg spielen wollten. Ein bis zwei Angriffe waren noch drinnen, doch Torhüter Fetz ließ sich an diesem Nachmittag nicht mehr überwinden und es blieb am Ende beim 2:2. Der FC Lustenau 1907 ging damit definitiv als moralischer Sieger vom Platz und hat sich diesen Punkt absolut verdient. Die rund 800 Zuschauer bekamen ein hochklassisches Vorarlbergliga-Spiel zu sehen und konnten nach der Partie im gemütlichen Rahmen noch gemeinsam feiern.