Blau-Weiß eliminiert Fussach im VFV-Cup

Bekanntermaßen sind Spiele in Fussach für unseren FC in den meisten Fällen keine Reise wert. Die VFV-Cup Auslosung der dritten Runde bescherte uns ausgerechnet eine weitere Fahrt nach Fussach ins Stadion Müß. Im Hinblick der zuletzt schwachen Performance im Meisterschaftsspiel gegen den FC Hörbranz, durfte man sich als Anhänger des FC Lustenau nicht viel ausrechnen. Auf der anderen Seite war es für die Mannschaft die perfekte Gelegenheit, um sich wieder in den berühmten Flow zu spielen. Zudem schreibt der Cup bekanntlich eigene Geschichten!

Der Start in die Cup-Partie hätte für den FC Lustenau 1907 nicht schlechter verlaufen können. Bereits nach drei gespielten Minuten zappelte der Ball hinter Noah Küng im Netz und Fussach führte mit 1:0. Ein Sololauf über die linke Seite wurde mit einem knackigen Pass zur Strafraummitte abgeschlossen und von Fussach-Torjäger Bartolini vollendet. Küng war am Ball dran, doch am Ende kullerte der Ball dann doch über die Linie. Das Team von Philipp Hagspiel war damit frühzeitig in Rückstand und musste diesen Rückschlag erstmal verarbeiten. Erstaunlicherweise gelang das dem Team sehr schnell und die Spieler bissen sich langsam aber sicher in der gegnerischen Hälfte fest. Aus dem Spiel heraus taten sich die Blau-Weißen lange Zeit schwer gute Tormöglichkeiten herauszuspielen. So musste es also ein präziser Eckball richten. Nach einer Ecke von Harun Erbek stürmte Alin Mutu in den Ball und bugsierte den Ball ins Tor. 1:1 Ausgleich.

Mit diesem Treffer war der FCL endgültig zurück und war fortan besser im Spiel. Die Spieler zeigten eindrücklich, wie man sich mit Kampf und Leidenschaft in ein Spiel hineinsteigern kann. Doch auch die Fussacher versuchten weiterhin Akzente zu setzen und probierten immer wieder über die linke Seite zum Erfolg zu kommen. Simon Häfele hatte mit dem linken Flügelstürmer seine Mühe und benötigte immer wieder Unterstützung seiner Teamkollegen. Es verwunderte daher nicht, dass die erneute Führung des Heimteams wieder über die linke Seite erspielt wurde. Man könnte schon fast von einer Kopie des 1:0 sprechen. Wieder war es Bartolini der im Strafraum lauerte und den Angriff vollendete. Und ja, wieder war Küng am Ball und musste sich trotzdem geschlagen geben. Ein äußerst bitterer Zeitpunkt für die Lustenauer, da sie bis zu diesem Zeitpunkt sehr gut in der Partie waren. Und da ist so ein Gegentreffer kurz vor der Pause Gift. Doch die Jungs aus der Holzstrasse waren an diesem Abend derart stabil, dass auch dieser weitere Gegentreffer kein Genickschlag war. Es kam sogar noch besser. Unmittelbar vor der Pause setzte Asiu über die rechte Seite zum Dribbling an und suchte Stürmer Giselbrecht im Strafraum. Gesucht und gefunden. Giselbrecht übernahm die Kugel direkt und es stand 2:2. Mit diesem Spielstand ging es dann endgültig in die Pause.

Fussach-Couch Chinchilla reagierte zur Pause und führte einen Doppelwechsel durch. Auf der Gegenseite blieb vorerst alles unverändert. Die Zuschauer bekamen auch im zweiten Abschnitt eine tolle und packende Cup-Partie zu sehen. Es wurde gerannt, gekämpft und gerackert, so wie es sich im Cup gehört. Einziges Manko waren die wenig erspielten Torchancen auf beiden Seiten. In der 62. Minute reagierte Hagspiel und ersetzte Grabherr für Häfele. Dieser Wechsel hat sich über die Partie hinweg abgezeichnet. Grabherr versuchte in Folge über die Flügel Druck zu machen und Asiu wechselte auf die rechte Verteidiger-Position, um dem quirligen Nägel Contra zu geben. Die Taktikänderung ging dahingehend auf, dass der FCL Überhand gewann und Fussach in die Defensive drängte. Trotzdem resultierten wenig Torchancen, da gute Flügelläufe nicht mit einer scharfen Flanke endeten. In der 68. Minute leistete sich Wirnsperger einen kompletten Aussetzer auf Seiten der Fussacher. Er marschierte innerhalb weniger Sekunden mit Gelb-Rot vom Platz und tat damit seiner Mannschaft einen großen Dienst. Die letzten 20 Minuten hatten die Lustenauer damit einen personellen Vorteil und hätten diesen beinahe genutzt. Fussach-Keeper Hepp hielt den Kasten aber sauber. Es ging also ins Elfmeterschießen! Und wie es bereits vor einigen Wochen im letztjährigen VFV-Cupfinale war, behielten unsere Jungs aus der Holzstraße die Überhand und gewannen die Partie am Ende hochverdient mit 3:4 n.E im geliebten Stadion Müß. Mannschaft und Fans feierten genüsslich den Cuperfolg und bleiben damit als Titelverteidiger im Rennen. Gratulation für die großartige Leistung!