Die Youngsters der Liga haben wieder zugeschlagen

Gegen den SV Ludesch muss unser Team immer ganz besonders aufpassen, denn die Partien gegen die Oberländer sind jedes Mal hart umkämpft und enden stets mit einem knappen Ergebnis. Das Ganze verschärfte sich diesmal mit den Personalsorgen Zengin und Mrvelj. Beide Spieler fehlten den Blau-Weißen verletzungsbedingt. Im Gegenzug kehrte Simon Häfele in die Startelf zurück und avancierte gleich zum Matchwinner.

Das Meisterschaftsspiel war noch keine 60 Sekunden alt, als der Stadionsprecher das 0:1 für den FC Lustenau 1907 verkünden musste. Nach einem Ausflug des Ludescher Torwarts wurde Häfele im Strafraum freigespielt und dieser musste nur noch den Fuß zum 0:1 hinhalten. Einen besseren Start hätten sich die Verantwortlichen und die Fans nicht wünschen können. Der frühe Führungstreffer hätte dem FCL die notwendige Ruhe geben sollen, doch so einfach war es dann doch nicht. Das Heimteam war den Gästen aus Lustenau spielerisch klar unterlegen und musste sich zudem mit dem Gegentor seit der ersten Minute herumschlagen, doch dank der hohen Bälle in den Strafraum ergaben sich immer wieder gute Tormöglichkeiten. FCL-Keeper Küng zeigte sich wie gewohnt als überaus sicherer Rückhalt für sein Team und entschärfte mehrere Chancen. Die neu-formierte Abwehrreihe mit Ismet Güler hatte einiges zu tun, damit Noah Küng etwas entlastet wurde. Auch aus Sicht des FCL gab es die eine oder andere Tormöglichkeit, die leider ungenutzt blieb. Bis zur Pause hatten also beide Teams ihre Möglichkeiten, durften aber nicht mehr mit ihren Fans jubeln.

Nachdem die Teams den 0:1 Halbzeitstand entsprechend analysiert hatten, ging es wieder raus an die Sonne. Den Zuschauer kam es beinahe vor wie ein Deja-Vu, da die zweite Halbzeit praktisch gleich wie die erste begann. Nach lediglich fünf Spielminuten war erneut Simon Häfele zur Stelle, der den FCL mit 0:2 in Führung brachte. Ein grosser Schritt Richtung Sieg war damit getan. Die Hausherren mussten in Folge mehr Risiko gehen und wurden offensiver. Offensiver bedeutete, dass noch mehrere lange Bälle in den FCL-Strafraum flogen. Spielerisch gab es für die Ludescher kein Durchkommen im dichten FCL-Mittelfeld. In der 69. Minute war es der erfahrene Atav, der den 1:2 Anschlusstreffer erzielte. In der Sportanlage Allmein kam wieder Spannung auf. Spannung, die dem FCL mehr als übrig war. Die Jungs von Trainer Madlener mussten richtig ackern und beissen, um den Ausgleichstreffer zu verhindern. In der einen oder anderen Szene war auch eine grobe Portion Glück dabei und hielt den FCL in Führung. Und als Ludesch alles nach vorne warf eröffneten sich große Räume zum Kontern. Und so war es nur logisch, dass die Zuschauer noch einen weiteren Treffer zu sehen bekamen. Moritz Beck kam in der 95. Minute über die linke Seite und schoss das Leder unhaltbar ins lange Eck. Die Partie war damit endgültig beendet und der FCL tütete die nächsten drei Punkte ein. Das jüngste Team der Vorarlbergliga sorgt für Furore und blickt weiterhin frech Richtung Tabellenspitze.