Drei weitere Punkte im Holz ergattert

Trotz regnerischem und kühlen Wetter verirrten sich über 500 Zuschauer ins Stadion an der Holzstrasse, in dem der FC Lustenau 1907 den FC Hard empfang. Der Druck auf Seiten der Gäste war aufgrund der Tabellenplatzierung enorm hoch. Das Team von Trainer Martin Schneider ergatterte lediglich vier Punkte aus den ersten elf Meisterschaftsspielen. Auf Seiten des FCL wollte und durfte man die Mannschaft jedoch keinesfalls unterschätzen. Dementsprechend konzentriert gingen die Jungs aus der Holzstrasse ans Werk und das trotz schwierigen Bedingungen. Obwohl das Wetter nicht seinen Teil für eine warme Atmosphäre beitrug, so war es in der sechsten Minute Moritz Beck, als dieser den FCL mit einem satten Schuss in Führung brachte. Die Führung gab den Hausherren die notwendige Sicherheit, was den spielerischen Aufbau der Angriffe anbelangte. Dadurch hatte das Team von Trainer Daniel Madlener die erste Halbzeit der Partie größtenteils im Griff. Einzig bei diversen Gegenangriffen der Harder gab es ein paar Unzulänglichkeiten in der FCL-Defensive. Simon Grabherr hatte in der neunten Minute eine vielversprechende Position, um das 2:0 zu erzielen. Sein Volleyschuss fiel am Ende aber zu schwach aus. Kein Problem für Torhüter Plank. Die Harder durften in der 14. Minute zum ersten Mal anschreiben. Der Offensivtank Zivaljevic war mit seiner körperlichen Präsenz immer ein Unruheherd und musste mehrfach durch gemeinsame Abwehrleistung gestoppt werden. Sein erster Sololauf landete in den Händen von Torhüter Küng. In der 22. Minute erhöhten die Blau-Weißen auf 2:0. Ein trockener Angriff über die rechte Außenbahn setzte Elias Jonach in Szene. Sein Lauf in den Strafraum konnte nicht gestoppt werden und sein frecher Schuss ins kurze Eck ebenso nicht. Damit lagen die Gäste zu diesem Zeitpunkt verdient in Rückstand. Doch es dauerte keine sechzig Sekunden, als wieder die Nummer 9 im Strafraum für Unruhe sorgte. Eine Doppelchance musste in extremis geklärt werden, da hätte gut und gerne der Anschlusstreffer fallen können. Noah Küng zeigte bei dieser Szene all sein Können. Bis zur Pause gab es auf beiden Seiten noch gute Torraumszenen. Die größte hatte Hüseyin Zengin wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, als er einen Steilpass von Moritz Beck rund sechs Meter vor dem Tor nicht verwerten konnte. Der Ball ging neben das Tor und die Zuschauer auf den Tribünen trauten ihren Augen nicht. Das wäre definitiv der Matchball gewesen.

In der Pause musste Gäste Coach Schneider reagieren – er und sein Team gaben das Ding noch nicht her. Die in grau gekleideten Gäste kämpften tapfer weiter und belohnten sich in der 52. Minute selbst. Ein wirklich schöner Spielzug wurde von Markus Grabherr zum 2:1 verwertet. Es wurde wieder spannend. Oder doch nicht? Moritz Beck war es, der direkt nach dem Wiederanpfiff seinen Schuss an den Pfosten knallte. Das wäre die richtige Antwort gewesen. Es blieb aber weiterhin bei der knappen 2:1 Führung. Mit jeder weiteren Minute und den regnerischen Bedingungen wurde der Platz immer tiefer und es entwickelte sich eine stark umkämpfte Partie. In der 55. Minute war es wieder Zengin, der mit einem hohen Ball perfekt in Szene gesetzt wurde. Er nahm den Ball runter und lief auf den Harder Schlussmann zu. Dieser verkürzte gekonnt den Winkel und behielt im Privatduell gegen Zengin weiterhin die Oberhand. FCL-Trainer Madlener wurde zunehmend unruhiger, da man solche Top-Chancen nicht zur finalen Entscheidung verwerten konnte. Auch Simon Grabherr hatte in der 72. Minute nochmal seinen Auftritt. Nach einem Steilpass hätte er nur noch den Torhüter umkurven müssen, blieb aber sehr unglücklich hängen. Damit war eine weitere Topchance dahin. Nach dieser Szene wurde Zengin ausgewechselt. Für ihn kam Alexandru Asiu in der Partie. Und der brauchte keine Minute, um sich in der Torschützenliste einzutragen. Nach einer Flanke von rechts nahm er den Ball direkt und schoss den FCL 3:1 in Front. Die Partie schien nun endgültig gelaufen. Doch es fiel noch ein weiterer Treffer. In der 94. Minute verkürzte Todorovic auf 3:2. Nach dem Treffer pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Eine torreiche Partie endete mit einem verdienten Sieger namens FC Lustenau 1907.