Erbek avanciert zum Matchwinner

Nach der dürftigen Mannschaftsleistung beim SC Fußach wollte man im Heimspiel gegen den SV Ludesch das alte Gesicht des FC Lustenau 1907 zurück. Gerade im Mittelfeld war es notwendig die Überhand zu gewinnen, um die vorhandene Spielstärke ausspielen zu können. Gegen den Tabellenvorletzten der Vorarlbergliga war ein Sieg praktisch Pflicht.

Beide Teams starteten etwas behäbig in die Partie. Das lag selbstverständlich auch am schwer bespielbaren Untergrund im Stadion an der Holzstrasse. Der Platz war sehr tief und machte einen gepflegten Spielaufbau unheimlich schwierig. Die Gäste schienen damit etwas besser zurecht zu kommen und hatten die ersten Offensivaktionen. Auf Seiten des FC Lustenau 1907 waren Parallelen zum Fußach-Spiel erkennbar. Die Mannschaft hat sich schwer gute Chancen zu erarbeiten. Die Partie plätscherte so vor sich hin. Nach 45 Minuten war Halbzeit und auf der Anzeigetafel stand wenig überraschend 0:0.

Trainer Philipp Eisele musste in der Halbzeit reagieren und tat dies auch. Er brachte Simon Grabherr und Hüseyin Zengin für die Offensive und verstärkte das Mittelfeld mit Amel Begic. Die drei Punkte mussten also unbedingt im Holz bleiben. Trotz der Einwechslungen änderte sich am Spielgeschehen nicht viel. Kaum gute Torszenen auf beiden Seiten und zahlreiche Ballverluste beider Teams. Die FCL-Anhänger wurden von Minute zu Minute nervöser, da noch immer kein Treffer erzielt worden war. Gegen Ende des Spiels nahm das Aufeinandertreffen noch einmal Fahrt auf. Zum einen wurden intensivere Zweikämpfe geführt und zum anderen riskierten die Blau-Weißen etwas mehr.

Es ergaben sich aussichtsreise Standardsituationen für den FCL. Und genau solch eine Situation sollte kurz vor Ende genutzt werden. In der 88. Spielminute wurde ein Angriff es FCL unsanft gestoppt und mit einem Foulpfiff geahndet. Harun Erbek legte sich die Kugel zurecht und nahm Anlauf. Jetzt musste es einfach passieren. Und das tat es auch. Der Ball flog über die Mauer ins Kreuzeck zum 1:0. Die Jubelschreie kannten keine Grenzen und der FC Lustenau war den drei Punkten sehr nahe. Der Siegtorschütze wurde in der Nachspielzeit noch ausgewechselt und durch Philipp Hagspiel ersetzt. Nach rund 93 Spielminuten war die Partie vorbei und die Jungs aus der Holzstraße gingen dank eines Traumtores durch Erbek mit 1:0 als Sieger vom Platz.