FC Lustenau 1907 gegen Brauerei Egg

Das „Bierduell“ zwischen dem FC Lustenau 1907 und dem FC Brauerei Egg wäre wetterbedingt beinahe ins Wasser gefallen. Durch die anhaltenden Regenfälle stand der Platz teilweise stark unter Wasser und konnte lediglich Dank der Unterstützung der freiwilligen Helfer und der Lustenauer Feuerwehr für das Spiel vorbereitet werden.

Durch die tatkräftige Unterstützung stand dem Topspiel in der Vorarlbergliga dann nichts mehr im Wege. Mit dem FC Brauerei Egg gastierte zum Schluss der FCL-Wäldarwochen wohl der stärkste Gegner im Holz. Die Gäste reisten als Tabellenführer und mit einem Torverhältnis von 23:8 aus sieben Spielen an. Diese statistische Überlegenheit zeigte sich auch in den ersten 15 Minuten der Partie. Die Egger starteten sehr selbstbewusst und physisch stärker in die Partie. Das Heimteam wurde am Spielaufbau gehindert und damit ordentlich in die Defensive gedrückt. Die erste Riesenchance der Partie hatte Bekar bereits in der vierten Spielminute. Der Ball verfehlt das Gehäuse nur knapp. Zwei Minuten später sprintete Pereira Rosales auf unseren Torhüter zu, der im Nachfassen das Duell als Sieger verließ. Auch die dritte Offensivkraft der Wälder zeigte seine Skills, als er in der 14. Minute durch die Defensivreihe tankte und FCL-Torhüter Marceta zu einer Glanzparade zwang. Nach der enormen Anfangsviertelstunde kam langsam auch das Heimteam in die Partie und konnte sich immer mehr durch ihre spielerische Qualität aus dem Druck befreien. Der erste FCL-Abschluss ging auf das Konto von Häfele – doch der Schuss war für Torhüter Fetz kein Problem. Die linke Offensivreihe des FCL war in der ersten Halbzeit gut zugestellt, weshalb sich die Partie auf den rechten Flügel verlagerte. In der 23. Minute durften die Gäste jubeln. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite wurde Murat Bekar perfekt auf Höhe des Elfmeterpunkts freigespielt und dieser drosch den Ball per Volley ins lange Kreuzeck. Keine Chance für den Torhüter. Nur kurze Zeit nach dem Führungstreffer ging es im Holz hoch her. Nach einem versuchten Schlag von Pereira Rosales an Moritz Beck brannten FCL-Torhüter Marceta die Sicherungen durch und er schubste den Angreifer weg. Dieser fiel zu Boden und Schiedsrichter Brunner verwies unseren Torhüter des Feldes. Nun musste der wiedergenesene Noah Küng bereits frühzeitig zwischen die Pfosten und Kemal Duran musste das Feld aufgrund des Platzverweises verlassen. Für viele Zuschauer war die Partie damit nun gelaufen, doch ausgerechnet ab diesem Zeitpunkt war der FCL die spielbestimmende Mannschaft – und das mit einem Mann weniger. Rund sieben Minuten nach den Tumulten war es der starke Häfele, der Egg-Torhüter Fetz mit einem Heber überraschte und zum 1:1 traf. Riesenjubel im Holz. Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die Pause.

Nach der Pause ging die hochattraktive Partie im gleichen Stil weiter. Die tapferen Jungs aus der Holzstraße ließen sich nicht unterkriegen und hielten dagegen was das Zeug hält. Doch ein weiterer Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten. In der 53. Minute wurde ein Schuss von Meusburger unhaltbar für Küng abgefälscht und rollte zum 1:2 ins Netz. Auch dieser Rückschlag brachte die Hausherren nicht ins Wanken. Trotz des erneuten Rückstands spielten die Blau-Weißen ihre Qualität aus und ließen zeitweise den Tabellenführer alt aussehen. Die körperliche Überlegenheit der Egger wurde durch Spielwitz ausgeglichen. In der 76. Minute war es dann endlich soweit. Nach einem Angriff über Simon Grabherr gelang dem Heimteam der hochverdiente Ausgleichstreffer. Sein Schuss wurde von einem Egger-Verteidiger ins eigene Tor abgefälscht. In Folge schien es sogar so, dass die Hausherren auf Sieg spielen wollten. Ein bis zwei Angriffe waren noch drinnen, doch Torhüter Fetz ließ sich an diesem Nachmittag nicht mehr überwinden und es blieb am Ende beim 2:2. Der FC Lustenau 1907 ging damit definitiv als moralischer Sieger vom Platz und hat sich diesen Punkt absolut verdient. Die rund 800 Zuschauer bekamen ein hochklassisches Vorarlbergliga-Spiel zu sehen und konnten nach der Partie im gemütlichen Rahmen noch gemeinsam feiern.