Keine Lichtblicke in Schruns

Kurz vor Anpfiff ging auf dem Sportplatz Schruns das Licht aus. Flutlichtausfall. Im Nachhinein gesehen womöglich der erste Vorbote für den FC Lustenau 1907, dass an diesem Abend im Nachtragsspiel gegen den FC Schruns viel Schatten zu erwarten war.

Trainer Philipp Eisele musste im Spiel gegen den Tabellenletzten auf Stammkräfte wie beispielsweise Güler, Zengin und Grabherr verzichten. Dieser Umstand war alles andere als eine Hilfe, um die Schrunser sportlich in die Schranken zu weisen. Es dauerte nicht lange bis das erste Tor des Abends fiel. Torjäger Schallert brachte in der 20. Minute das Heimteam mit 1:0 in Führung. Bei den Gelb-Blauen war von Beginn an ein gewisser Siegeswille zu spüren. Dies verwunderte auch nicht wirklich, da der FC Schruns bis anhin das einzige Team der Liga war, welches noch keinen Sieg erringen konnte. Glücklicherweise dauerte es nur rund acht Spielminuten zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von Harun Erbek stand Batuhan Karakas richtig und nutzte seine Chance zum 1:1. Damit war der Stotterstart egalisiert. Und es kam noch besser. Zehn Minuten später war es wieder Harun Erbek mit einem Freistoß in den Strafraum, doch diesmal netzte Maximilian König zum 1:2 ein. Spiel gedreht und die richtige Reaktion gezeigt. Kurze Zeit später gingen beide Teams in die Pause.

Nach der Pause konnte man seinen Augen nicht glauben. Obwohl das Gästeteam das 1:0 in eine Führung umwandeln konnte und damit das Selbstbewusstsein gestärkt werden sollte, passierte das völlige Gegenteil. Die Mannschaft spielte behäbig und war über die gesamte zweite Halbzeit nicht in der Lage, spielerische Lösungen und Strafraum bzw. Torchancen zu kreieren. Auf der anderen Seite stand eine Mannschaft auf dem Platz, die keinesfalls nochmal verlieren wollte. Sie rannten und kämpften gemeinsam und wurden ausgerechnet in der „FC-Minute“ belohnt. Alexander Simoner erzielte den 2:2 Ausgleichstreffer. Der Gegentreffer war noch nicht verarbeitet, klingelte es bereits wieder im Gehäuse des FCL. Der äußerst aktive Philipp Dorner erhöhte eine Minute später auf 3:2 und zog sein Team damit auf die Siegerstraße. Auf Seiten der Lustenauer schien niemand mehr an den Ausgleich zu glauben. Zwar wurden gegen Ende nochmal alles probiert, doch die Schrunser hatten mit den Angriffen kein Problem und konnten alle souverän abwehren. In der Nachspielzeit belohnte sich Dorner für seine tolle Leistung und erzielte einen Doppelpack. Damit endete das Spiel beim bis dato sieglosen Tabellenletzten 4:2. 0 Punkte und hängende Köpfe waren die Folge.