Neuer Sportdirektor

„Der Meistertitel wäre das i-Tüpfelchen“

Philipp Eisele spielte sechs Jahre beim FC Lustenau. Jetzt hat er den Posten des Sportdirektors, verantwortlich für die U18 bis zur Ersten Mannschaft, übernommen. Wir sprachen mit dem 36- Jährigen über seine Rückkehr zur FC-Familie, seine sportlichen Ziele und seine neuen Aufgaben.

Eigentlich ist Philipp Eisele ein Austrianer. Dort hat er mit vier Jahren mit dem Fußballspielen begonnen. Dort spielte er vier Jahre als Profi in der zweithöchsten Spielklasse. 2006 wechselte der Grün-Weiße zu den Blau-Weißen. Von 2006 bis 2012 spielte er als Profi in der Erste Liga, zwei Jahre trug er die Kapitänsbinde. Vor sieben Jahre musste er seine Profikarriere wegen einer Knieverletzung beenden. Doch auch danach konnte er das Fußballspielen nicht lassen. Philipp Eisele spielte für den FC Wolfurt in der Vorarlberg Liga, ein halbes Jahr war er Spielertrainer und eineinhalb Jahre coachte er als Trainer die Mannschaft. Es folgte ein Engagement als Trainer beim Regionalligisten FC Hard. Im Herbst 2018 kehrte er schließlich zu seiner alten Liebe, dem FC Lustenau, als Talenteförderer zurück. Jetzt hat er den Posten des Sportdirektors angetreten.

Wie fühlt es sich an, wieder Mitglied der FC-Familie zu sein?

Den Kontakt habe ich mit dem Verein eigentlich nie wirklich verloren. Ich war immer wieder einmal als Zuschauer auf den Spielen des FC Lustenau. Und ich muss zugeben: Es ist schön wieder offiziell zur FC-Familie zu gehören.

Ist der FC wirklich eine Art Familie für dich?

Die sechs Jahrte als Profi beim FC Lustenau war die schönste Zeit in meiner Fußballerkarriere. Wir hatten einen Riesengaudi und ein Super-Team. Und das obwohl wir jedes Jahr einen regen Spielerwechsel hatten. Ich durfte mit etlichen Spielern auf dem Platz stehen, die später in der Bundesliga Fuß gefasst haben. Wir hatten auch immer sehr gute Trainer, von denen ich viel lernen konnte.

Du hast vor deinem Wechsel zum FC Lustenau beim Ortsrivalen, der Austria, gespielt. Erinnerst du dich an dein ersten Derby in deiner Profikarriere?

Das erste Derby war etwas ganz Besonderes. Wie es ausgegangen, weiß ich allerdings nicht mehr. Aber es war immer sehr schön, bei einem Derby auf dem Platrz zu stehen. Aber beim FC gab es auch immer wieder schwierige Zeiten, vor allem in Jahren in denen wir gegen den Abstieg kämpfen mussten. Der Zusammenhalt in der Mannschaft hat aber immer gepasst. Und gemeinsam haben wir den Klassenerhalt jedes Mal geschafft.

Jetzt bist du aber nicht mehr Spieler beim FC, sondern Sportdirektor. Was sind deine konkreten Aufgaben?

Ich will mich mit meiner Erfahrung einbringen. Wir spielen heuer eine fantastische Saison. Der Aufstieg in die Vorarlberg Liga ist das große Saisonziel. Der Meistertitel wäre das i-Tüpfelchen. Aber kommen wir zurück zu meinen Aufgaben. In meinem Zuständigkeitsbereich kümmere ich mich um die Erste Mannschaft, das 1b, das 1c und die U 18. Da geht es um die Kaderzusammensetzung, um Transfers und die Betreuung der Spieler. Ich fungiere aber auch als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand. Es geht um einen kommunikativen Austausch, um das Erreichen gemeinsamer Ziele.