Pflichtsieg gegen Feldkirch eingefahren

Ein Duell gegen ein noch siegloses Tabellenschlusslicht kann für das vermeintlich favorisierte Team
immer sehr ungünstig ausgehen. Getreu nach dem Motto: Da kannst du nur verlieren.


Dementsprechend war es wichtig, dass die Jungs von Trainer Philipp Hagspiel das Aufeinandertreffen
gegen BW Feldkirch seriös und motiviert angehen. Trotz der Ausfälle diverser Stammkräfte wie Mutu
& Beck gelang das gut, auch wenn die Feldkircher eine gute Startphase erwischt haben. Dank einem
stabilen Mittelfeld waren die Gäste immer wieder in der Lage, Stürmer Kum und Co. offensiv in Szene
zu setzen. FCL-Torhüter Küng musste also ständig in Alarmbereitschaft sein und die ein oder andere
Torchance eliminieren. Aus Sicht der Feldkircher ein wirklich starker Beginn und die Tabellensituation
beider Teams war aus dem Spiel heraus nicht zu erkennen. Die Anfangsphase hätte gut und gerne
anders ausschauen können, wenn Erbek seinen Freistoß in der zweiten Minute nicht an die Querlatte
bugsiert hätte. Hätte wenn und Aber!


Nach der ersten Viertelstunde groovte sich der FCL immer besser in die Partie und drängte je länger
je mehr die Gäste in die Defensive zurück. Es war durchaus eine entscheidende Phase in der Partie,
denn ein Führungstreffer würde die notwendige Lockerheit ins Spiel bringen. Und tatsächlich kam es
dann auch so, als in der 19. Minute Simon Grabherr im Strafraum perfekt angespielt wurde und er
sich die bietende Chance eiskalt zum 1:0 einnetze. Was nun folgte, waren ganz starke und verrückte
zehn Minuten im Stadion an der Holzstraße. Nur zwei Minuten nach dem erlösenden Führungstreffer
avancierte der FCL einen weiteren Angriff über die rechte Seite. Der Ball wurde über Thurnherr und
Co. quer auf die linke Seite zu Kapitän Harun Erbek gespielt, der mit einem satten Linksschuss auf 2:0
erhöhte. Die Hausherren wollten früh alles klarmachen und setzen in Folge weiterhin alles auf die
Offensive. Die Gäste konnten sich kaum mehr befreien und hatten Mühe, die Offensivkraft im Zaum
zu halten.

Somit war es nur logisch, dass unter Druck gewisse Fehler passierten. So zum Beispiel auch
Torhüter Erlacher, als er einen Rückpass in Exremis in die Hand nahm. Dies entging dem
Schiedsrichter nicht und entschied auf indirekten Freistoß rund 2 Meter vor der Torlinie. Erbek
berührte die Kugel nur leicht und Asiu verwandelte locker zum 3:0. Das schien es gewesen zu sein.
Nicht ganz! Zwei Minuten später stand Grabherr nach einem Abschluss aus der eigenen Defensive
plötzlich allein vor dem Feldkircher Torhüter und überlupfte diesen grandios zum 4:0. Was für eine
Partie im Holz und was für spezielle zehn Minuten.

Nach dem 4:0 ging das Tempo logischerweise etwas verloren und bis zur Halbzeit fielen keine Tore/ /
mehr. Die Zuschauer waren dennoch zufrieden und konnten sich die berühmte FC-Wurst und einen
Drink schmecken lassen.

Durch diese grandiose Führung schien die zweite Halbzeit etwas statischer zu werden, was sie zu
Beginn auch wurde. Der FCL ruhte sich verdient auf der Führung aus und nahm wohl einen Gang
heraus. Doch auch die Feldkircher ließen trotz des eindeutigen Ergebnisses nicht locker und spielten
munter weiter. Respekt. Diese Einstellung lohnte sich bereits in der 62. Minute, als der bekannteste
Stürmer der Feldkircher auf 4:1 verkürzte. Soweit kein Problem. Beide Trainer reagierten kurze Zeit
später und wechselten kräftig durch. In der 84. Minute jubelten die Gäste aus Feldkirch erneut. Alem
Majetic traf zum 4:2. Eine Nervosität war trotz des weiteren Gegentreffers nicht zu spüren, auch
wenn dies natürlich verhindert hätte werden können – gerade wenn man sich an die erste Halbzeit
zurückerinnert. Doch sei es drum. Am Ende gewinnt der FCL eine wichtige Partie vor heimischen Fans
klar mit 4:2 und bleibt weiterhin auf der Überholspur in der Vorarlbergliga!

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