Punktgewinn in Schruns. Aber wie?

Nach der bitteren Cup-Pleite gegen Feldkirch (0:4) mussten sich die Jungs aus der Holzstraße aufs Neue beweisen. Diesmal in der Meisterschaft auswärts gegen den drittplatzierten FC Schruns. Eine doppelte Herausforderung für unsere Elf, denn bis anhin verliefen die Spiele auf fremden Boden selten wie gewünscht. Auch das Heimteam musste und durfte wieder bei Null beginnen, verlor man doch unter der Woche das Cupspiel gegen Altenstadt im Elfmeterschießen.

Die Verunsicherungen waren von Beginn an auf beiden Seiten zu spüren. Die Teams taten sich spielerisch schwer, Angriffe bzw. Torszenen zu kreieren. Oftmals blieb nur der lange Ball auf die Stürmer übrig. Die Zuschauer wurden an diesem herrlichen Herbsttag nicht mit Fussballkost überschüttet. Die erste nennenswerte Aktion des FC Schruns war in der 28. Minute, als Moritz Beck einen Steilpass abwehren musste. Rochus Schallert wäre ansonsten wohl zur Stelle gewesen. Fünf Minuten später stand wieder die FCL-Defensive im Fokus, als diese zwei Torabschlüsse abblocken musste. Das waren die einzigen Aktionen, in denen der Zuschauer einen Hauch von Aktion verspürte. Auf Seiten des FCL war bis auf ein paar Flanken ins Niemandsland keine Offensivaktion zu verzeichnen. Leider verletzte sich Batuhan Karakas nach einem Vollsprint muskulär am Oberschenkel, und musste bereits frühzeitig ausgewechselt werden.

Nach der Pause wurde die Partie etwas aktionreicher, allerdings nur aus Sicht der Hausherren. In der 53. Minute verpasste Rochus Schallert die Führung um Zentimeter. Durchatmen bei den Lustenauer. Kurze Zeit später prallte der Ball an die Querlatte des FCL-Gehäuse. Ein vermeidlich ungefährlicher Freistoß im Mittelfeld setzte auf dem Weg in den Strafraum zuerst am Boden auf, ehe er im Anschluss an die Latte knallte. Erneutes Durchatmen war notwendig. In Folge war die Zeit für FCL-Keeper Küng gekommen – Flugstunden der Extra-Klasse waren angesagt. Der junge Torhüter auf Seiten des FCL musste öfter eingreifen und konnte dank seiner Glanzparaden einen Rückstand verhindern. In der 77 Minute initiierte Polat einen Konter und setzte den rechten Außenbahnspieler Häfele perfekt in Szene. Doch der Spieler vertändelte die Aktion und kam nicht zum Abschluss. Das hätte gut und gerne die Führung für die Blau-Weißen sein können. In den letzten fünfzehn Spielminuten ging dann alles nur noch auf das Tor des FCL. Die Schrunser erarbeiteten sich mehrere gute Tormöglichkeiten, scheiterten aber jedes Mal an Noah Küng oder an der Querlatte. Und so blieb es überraschend beim 0:0. Nach dieser Partie kann man aus Sicht der Lustenauer definitiv über einen entführten Punkt sprechen.