Siegesserie bei der Admira gerissen

Es ist passiert. Die Siegesserie unseres FC Lustenau ging bei der Admira in Dornbirn zu Ende. Das Team rund um Trainer Daniel Madlener unterlag gegen die Dornbirner klar mit 4:2 – bleibt allerdings trotzdem auf dem fünften Rang der Vorarlbergliga.

Die angesprochene Niederlage zeichnete sich leider recht früh ab. Die Blau-Weißen aus Lustenau fanden nur schwer in die Partie und hatten offensiv  keine Durchschlagskraft. Auf Seiten der Admira sah das ganz anders aus. Von Beginn an spielten die Dornbirner in Richtung des FCL-Tor und zwangen unseren Torhüter Noah Küng zu mehreren Glanzparaden. Noah Küng musste bereits nach nur vier gespielten Minuten in extremis eingreifen, als Luca Hollenstein den Ball im Spielaufbau verlor. Die zweite Riesenchance resultierte ebenfalls durch eine Ungenauigkeit im Spielaufbau, doch auch hier behielt Küng die Oberhand. In der 26. Minute sah unser Torhüter allerdings nicht so gut aus, als er eine Flanke in den Strafraum unterschätzte und deshalb ein Admira-Stürmer zum Kopfball kam – der Kopfball musste von unseren Verteidiger auf der Linie geklärt werden. Natürlich versuchte auch der FCL am Spiel teilzunehmen, scheiterten aber mehrfach an dem dicht gestaffelten Mittelfeld des Heimteam. Durch die nominelle Veränderung, dass Ismet Güler in der Verteidigung aushelfen musste, fehlte der agile Spielmacher im Mittelfeld. Das war mit Sicherheit unter anderem ein Faktor, was den Lustenauer das Leben zudem erschwerte. In der 43. Minute kratzte Noah Küng einen Weitschusskracher mit seinen Fingerspitzen aus dem Winkel. Eine ganz tolle Flugeinlage unserer heutigen Lebensversicherung. Bis zur Pause passierte nichts mehr und die Spieler verabschiedeten sich vorerst beim Spielstand von 0:0. Die Gäste hatten in den ersten 45 Minuten lediglich einen Schuss auf das Admira-Tor abgegeben. Das musste sich in der zweiten Halbzeit natürlich ändern.Doch leider kam es ganz anders. Die Spieler waren keine fünf Minuten auf dem Feld, als das Heimteam verdient mit 1:0 in Führung ging. Nach einem Angriff über die rechte Seite flankte ein Mittelfeldspieler die Kugel in den Strafraum – Noah Küng war mit den Fingerspitzen noch dran, doch der Nachschuss Stoss landete im Netz. Der Treffer saß wohl richtig tief, denn vier Minuten später jubelte die Admira erneut. Nach einem Eckball schraubte sich Benzer in die Höhe und erzielte unhaltbar das 2:0. Die Verteidigung sah bei diesem Gegentreffer nicht sehr gut aus. Nach dem zweiten Treffer ging es Schlag auf Schlag. Die Admira erarbeitete sich Großchancen im Minutentakt. Doch das 3:1 wollte vorerst nicht fallen. Aufgrund der Chancenanzahl hätte es gut und gerne 4:0 stehen müssen. Wer bekanntlich die Tore nicht macht, bekommt sie am Ende selbst. So auch heute Nachmittag. Praktisch aus dem Nichts verkürzte König per Kopfball auf 1:2. Sollten sich die zahlreich ausgelassenen Chancen für die Admira noch rächen? Nein. Fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer durften die Zuschauer ein sehr sehenswertes Tor bestaunen. Samir Karahasanovic nahm bei einem Freistoß Maß und netzte den Ball direkt ein. 3:1. Als dann auch noch Felix Moosmann auf 4:1 erhöhte, war die Partie endgültig gelaufen. Zu erwähnen ist jedoch, dass kurz vor dem 4:1 der FCL eine sehr gute Chance auf das 2:3 hatte. Der Ball versprang jedoch unmittelbar vor dem Abschluss. Nach diversen Einwechslungen auf beiden Seiten flachte die Partie etwas ab. FCL-Coach Madlener zog den spielstarken Güler wieder ins Mittelfeld, welcher sich kurz vor Abpfiff für seine Leistung selbst belohnte. Mit seinem Weitschuss aus 22 Meter nahm er noch etwas Ergebniskosmetik vor. Am Ende unterliegen die Jungs aus der Holzstrasse mit 4:2. Es ist eine Weile her, als die Jungs das Gefühl einer Niederlage hinnehmen musste.