VFV-Cup – eine großartige Leistung

Am Samstagabend gegen 18:50 Uhr war es soweit – der FC Lustenau 1907 zieht nach 16 Jahren erneut ins VFV-Cup Finale ein und trifft dort auf den Ligakonkurrenten FC Egg.

Nach dem überzeugenden Heimsieg im Viertelfinale gegen den Vfb Hohenems 1b waren die Spieler bis in die Haarspitzen motiviert, um den Traum vom Finale weiterleben zu lassen. Genauso ging es dem Heimteam aus Lochau, weshalb sich von Beginn an eine intensive und hart umkämpfte Partie entwickelte. Dabei hatten die Hausherren den besseren Start und gingen bereits in der 7. Spielminute durch einen sehenswerten Weitschusstreffer durch Maccani mit 1:0 in Führung.
Das junge FCL-Team ließ sich davon aber nicht abschrecken und glaubte trotz des frühen Rückstands an die eigene Qualität. Speziell die zwei ehemaligen Profis Christoph Kobleder und Harun Erbek dirigierten was das Zeug hält und heizten dem Team weiterhin ein. Im Mittelfeld lieferten sich beide Teams brennende Zweikämpfe und der Schiedsrichter rückte immer mehr in den Fokus. Zum Glück hatte dieser die gelben Karten nicht in der Kabine vergessen. In der 40. Minute belohnte sich Kobleder selbst und sorgte für den 1:1 Ausgleichstreffer. Nach rund fünf Minuten durften beide Teams bei einem ausgeglichenen Spielverlauf in die Pause.

Philipp Hagspiel war früher selbst immer ein Leader auf dem Platz und fand jetzt auch als Trainer in der Halbzeit eine äußerst motivierende Ansprache. In der zweiten Halbzeit kam der FC Lustenau 1907 mit breiter Brust aufs Feld und ließ bis zum Schluss nicht mehr locker. Dieser unbedingte Siegeswille war bis auf die Tribüne zu spüren und wurde bereits nach sieben Minuten im zweiten Abschnitt belohnt. Der quirlige Asiu brachte sein Team in der 52. Minute in Führung. Nach dem FCL-Führungstreffer wurde die Gangart der Lochauer etwas rauer. Zahlreiche Zweikämpfe mussten unterbunden werden und auch die Blau-Weißen mussten sich auf das körperbetonte Spiel einlassen. Erbek und Asiu wurden dabei mit Gelb vorbestraft. Auch wenn der FCL weitestgehend alles im Griff hatte, blieb es aufgrund des 2:1 Spielstand weiterhin unglaublich spannend. Eine richtige Cup-Partie eben. Für die letzte Viertelstunde kamen die jungen Bösch und Linus Hämmerle in die Partie. Und genau die beiden sollten noch eine entscheidende Rolle im Ausgang des Spiels spielen. Fünf Minuten vor Spielende war die Entscheidung gefallen. Linus Hämmerle brachte die Jungs aus der Holzstraße mit 3:1 in Front. Auf den Tribünen herrschte Tollhaus-Stimmung. Die zahlreichen mitgereisten Fans aus Lustenau verwandelten das Spiel in ein „Heimspiel“. Die Lochauer mussten nach dem 3:1 Treffer alles nach vorne schmeißen und vernachlässigten logischerweise die Defensive. Das nutzte das Team von Philipp Hagspiel eiskalt aus und erhöhte kurz vor Schlusspfiff durch Lukas Thurnher auf 4:1. Nach Schlusspfiff kannte die Freude und Begeisterung keine Grenzen und es wurde lange mit den Fans der Einzug ins VFV-Cupfinale gefeiert. Das haben sich die Blau-Weißen schwer verdient. Gratulation!