„Wäldar-Schreck“ FCL hat wieder zugeschlagen

Nach dem Heimsieg vor einer Woche gegen den FC Andelsbuch gastierte diesmal der FC Alberschwende im Stadion an der Holzstraße in Lustenau. Das Gästeteam verlor zwar die letzten beiden Meisterschaftsspiele in der Vorarlbergliga gegen den SV Lochau bzw. den VfB Bezau, überraschten jedoch mit dem Cup-Erfolg gegen den höherklassigen Gegner SW Bregenz. Mit dem gewonnen Selbstvertrauen sollte nun auch der FCL geknackt werden.

Seit der ersten Spielminute entwickelte sich vor rund 600 Zuschauern eine unheimlich interessante Partie. Auf der einen Seite stand eine junge und hungrige FCL-Truppe, die mit ihrer Spielweise zu überzeugen wusste und auf der anderen, die physisch starken Alberschwender, die in der Tabelle wieder nach oben klettern wollten. In der 5. Spielminute gab es die erste nennenswerte Szene für den FCL. Nach einem Foul in lukrativer Position legte sich Luca Hollenstein den Ball zurecht. Der Schuss ging jedoch über das Tor. Nur eine Minute später ertönte die Tormusik im Holz. Einen tollen Spielzug über die linke Seite netzte Ismet Güler zum 1:0 ein. Doch der Linienrichter hatte etwas dagegen und hob die Fahne – Abseits. Die Gäste waren nun endgültig gewarnt und mussten die Intensität ihrer Spielweise erhöhen. Weitere Fouls waren die Folge und trotzdem ließ sich der FCL so gut es ging nicht vom Weg des gepflegten Spielaufbaus abbringen. In der 20. Minute eine Doppelchance für die Blau-Weißen. Beide Schüsse innerhalb des Strafraums wurden von den zahlreichen Verteidiger geblockt. Hier hätte es gut und gerne 2:0 stehen können. Zwei Minuten später musste FCL-Torhüter Marceta zum ersten Mal richtig eingreifen. Ein strammer Weitschuss aus ca. 20 Meter ging zentral aufs Tor. Der FC Alberschwende hatte nun eine etwas bessere Phase und hätte dank des Pressing beinahe einen fatalen Fehler im Spielaufbau des FCL erzwungen. Ein Rückpass eines FCL-Verteidigers wäre beinahe abgefangen worden, doch Marceta konnte in letzter Sekunde klären. In der 33. Minute sprintete Ismet Güler allein auf den Torhüter und wurde vom Schiedsrichter zurückgepfiffen. Anstelle des Vorteils wurde auf Foul der Gäste entschieden. Der Unmut im Holz war verständlicherweise sehr groß. Wenige Minuten vor der Pause bekamen die Gäste nochmal Überhand. Zuerst hätte FCL-Verteidiger Mrvelj eine Flanke beinahe im eigenen Tor versenkt und nach der resultierenden Ecke hatten die Gäste ebenfalls eine Doppelchance, die zum Glück jedes Mal mit einer Grätsche vereitelt werden konnte. Als alle sich bereits mit dem Halbzeitstand von 0:0 abgefunden hatten, drehten die Hausherren noch einmal auf. Zuerst tankte sich Simon Grabherr durch und legte auf einen weiteren Stürmer auf. Der Schuss ging ans Außennetz. Wenige Sekunden später wurde ein FCL-Angreifer im Strafraum gelegt und Schiedsrichter Brunner zeigte zurecht auf den Punkt. Markotic übernahm und erzielte das hochverdiente 1:0. Mit dem Torjubel im Holz ertönte der Halbzeitpfiff.

Nach der Pause kamen die Gäste fokussierter aus der Kabine. Die Halbzeitansprache hatte es wohl in sich. In der 55. Minute verfehlte der Ball das FCL-Gehäuse nur knapp. Fünf Minuten später wurde Nicolas Kohler mit einem Steilpass in Szene gesetzt. Der herauslaufende Torhüter Marceta konnte nichts mehr ausrichten und der Angreifer erzielte den 1:1 Ausgleichstreffer. Kurze Zeit später waren es wieder die Gäste, die gefährlich im FCL-Strafraum auftauchten. Es blieb allerdings vorläufig beim 1:1. Die Hausherren mussten sich mit der neuen Situation zuerst zurechtfinden, ehe man selbst wieder das Kommando übernommen konnte. Doch mit Fortdauer der Partie kämpften sich die Jungs aus der Holzstraße wieder zurück. Es wurden mehrere Angriffe über die Flügel forciert und die Gäste konnten sich oftmals nur mit einem Foul zu helfen wissen. In der 77. sprintete der eingewechselte Asiu auf Torhüter Hinteregger zu und ließ diesen mit einem sensationellen Trick alt aussehen. Der Stürmer schob die Kugel zum 2:1 Führungstreffer in die Maschen. Der Jubel war nach dem Treffer riesengroß.

Bis zum Ende blieb das Heimteam cool und spielte die Partie relativ locker runter. Die Gäste wurden nach jedem Ballgewinn gepresst, weshalb der FC Alberschwende nicht mehr gefährlich vor dem FCL-Tor auftauchte. Nach der fünfminütigen Nachspielzeit war dann Schluss und der FC Lustenau 1907 sicherte sich die nächsten drei Punkte. Damit klettern die Jungs auf den zehnten Tabellenplatz der Vorarlbergliga-Tabelle – und das bei einem Spiel weniger. Gratulation.

Schon nächsten Samstag spielt der FC Lustenau gegen das nächste Team aus dem Bregenzerwald. Diesmal ist der Tabellenführer aus Egg zu Gast. Anpfiff wie gewohnt um 16:00 Uhr.