Wiedergutmachung im Holz

Unter der Woche stand bekanntlich das Nachholspiel auswärts beim FC Schruns auf dem Programm, welches beim Tabellenletzten mit 2:4 verloren wurde. Auch wenn man niemals einen Gegner unterschätzen darf und stets mit Respekt gegenüberstehen soll, sind das aus Sicht des FC Lustenau 1907 drei verlorene Punkte.

Umso mehr musste sich das Team von Trainer Eisele gegen BW Feldkirch fokussieren. Das Spiel gegen den Tabellennachbarn durfte keinesfalls verloren werden, da man sonst wohl mittelfristig in die untere Tabellenhälfte gedrückt werden würde. Die Spieler wussten also um was es im Heimspiel ging und gingen die Sache dementsprechend konzentriert an.

Den Zuschauern im Holz fiel sofort auf, dass die Blau-Weißen aus Lustenau speziell im Spielaufbau konzentrierter zu Werke gingen und den Ball besser zirkulieren ließen. Diese Spielweise war lange Zeit der Erfolgsfaktor für unseren Klub uns stieß die Feldkircher gleichzeitig vor Probleme. Die erwähnten spielerische Vorteile resultierenden auch relativ schnell in gute Torszenen. Eine davon wurde von Harun Erbek gekonnt zur 1:0 Führung ausgenutzt.

Nach dem Führungstor ließen die Spieler nicht locker und blieben am Ball. Die Gäste aus Feldkirch hatten Offensiv kaum Akzente. Zwei Mal wurde es dennoch vor dem Tor von Noah Küng gefährlich. Dies war aber nicht aufgrund der Offensive der Feldkircher, sondern durch erhebliche Eigenfehler im Aufbau eines Angriffs. Zwei Mal wurde der Ball verloren und Feldkirch dadurch zu Chancen eingeladen. Die Abwehr rund um Kobleder war glücklicherweise in der Lage, den Torabschluss zu verhindern.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff passierte solch ein Fehler auch den Gästen. Erbek ergatterte sich die Kugel und sprintete aufs Feldkircher Tor. Kurz vor dem Abschluss sah er den herbeilaufenden Asiu und legte die Kugel quer. Für Asiu ein leichtes und schob den Ball zum 2:0 ein. Gleich danach schickte der Schiedsrichter die Teams in die Pause.

Die Hausherren starteten mit einer sicheren 2:0 Führung in den zweiten Abschnitt. Die Feldkircher gaben sich aber nicht auf und kämpften sich ins Spiel zurück. Kurz nach der Pause ein Lattenpendler nach einem Kopfball – da wäre Küng chancenlos gewesen. Der Anschlusstreffer blieb den Gästen damit verwehrt. Beim Heimteam schien die Kontrolle etwas verloren gegangen zu sein und offensive Aktionen waren Mangelware. Meistens wurde der Ball im Mittelfeld verloren und man musste schnell in die Defensive Abwehrordnung zurückkehren.

Feldkirch spürte das und wollte auf Biegen und Brechen den Ausgleichstreffer erzielen. Gegen Ende der Partie fanden sich zahlreiche Konterchancen für den FCL vor, doch keine der Möglichkeiten wurde genutzt gar taktisch gut ausgespielt. Die Ballverluste kamen wie Bumerangs zurück und es brannte teilweise lichterloh im Strafraum der Hausherren. Als dann auch noch ein Distanzschuss an den Pfosten knallte, war das Glück dann endgültig auf Seiten des Traditionsklub aus Lustenau. Wenige Minute später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab und die Spieler sackten glücklich und erleichtert zu Boden. Das Spiel wäre beinahe noch in die Hose gegangen, doch die wichtigen drei Punkte blieben in Lustenau.